Spitzkohl ist oft eher die leise Zutat in Pfannen oder Salaten. Auf dem Grill oder in der Grillpfanne bekommt er aber plötzlich eine ganz andere Rolle. Dieser gegrillte Spitzkohl mit Chimichurri zeigt genau das: zarte Kohlblätter, kräftige Röstaromen und eine frische Kräutersauce ergeben zusammen ein veganes Gericht, das gleichzeitig rustikal und richtig lebendig schmeckt.
Spitzkohl eignet sich besonders gut zum Grillen, weil seine Blätter feiner und zarter sind als bei vielen anderen Kohlsorten. Wenn er in Spalten geschnitten wird, bleibt er stabil genug, um auf dem Rost oder in der Pfanne zusammenzuhalten, während die äußeren Blätter schön Farbe bekommen. Innen bleibt er weich und saftig, außen wird er leicht karamellisiert – genau dieser Kontrast macht ihn so spannend.
Chimichurri ist dazu der perfekte Gegenpol. Die Sauce bringt Frische, Säure, Kräuter und ein wenig Schärfe mit und setzt damit genau dort an, wo der gegrillte Kohl eher warm und erdig wirkt. Petersilie, Knoblauch, Essig und Olivenöl bilden die klassische Basis, Chiliflocken oder frische Chili geben dem Ganzen zusätzlich Energie.
Wichtig ist, den Spitzkohl nicht zu dünn zu schneiden. Größere Spalten lassen sich besser grillen und trocknen nicht so schnell aus. Ein wenig Öl und Salz vor dem Garen reichen meistens schon aus. Die eigentliche Würze kommt dann über das Chimichurri, das ruhig kräftig und aromatisch sein darf.
Der gegrillte Spitzkohl passt als Beilage zu Grillabenden, funktioniert aber auch sehr gut als Hauptrolle mit Brot, Kartoffeln oder Bohnen. Gerade wenn du Gemüse suchst, das vom Grill nicht nur nett danebenliegt, sondern wirklich Eindruck macht, ist das ein richtig gutes Rezept.
Apropos Kohl. Genieße doch mal gebackenen Rosenkohl mit Speck in Senfsoße, gebackenen Weißkohl in Parmesansoße oder eine Spätzle-Weißkohl-Pfanne.